Polizei Hamburg

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Würdiges Gedenken an die deportierten Roma und Sinti

Am Mahnmal Hannoverscher Bahnhof gedachte Hamburg der deportierten Roma und Sinti.

Am 16. Mai 2026 versammelten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik und Institutionen am Mahnmal Hannoverscher Bahnhof in Hamburg, um gemeinsam der deportierten Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland zu gedenken. Die jährliche Gedenkveranstaltung, organisiert von der Rom und Cinti Union e.V. sowie dem Landesverein der Sinti in Hamburg e.V., ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Hamburger Erinnerungskultur.

Im Mittelpunkt stand die Erinnerung an die rund 550 Sinti und Roma, die am 16. Mai 1940 verhaftet und über Sammelstellen in Hamburg in das besetzte Polen deportiert wurden. Für viele von ihnen bedeutete dies den Beginn einer leidvollen Odyssee, die nur wenige überlebten.

Auch die Polizei Hamburg folgte der Einladung der Vereine und zeigte durch ihre Teilnahme Solidarität und Verantwortungsbewusstsein. Wolfgang Breust, Leiter der Akademie der Polizei Hamburg, und Michel Hündür, Community Officer des IDDF, legten gemeinsam einen Kranz am Mahnmal nieder – ein sichtbares Zeichen des Erinnerns und der Verbundenheit.

Die Kranzniederlegung wurde von bewegenden Redebeiträgen der Veranstalter begleitet und mündete in einer gemeinsamen Schweigeminute, in der die Anwesenden den Opfern des nationalsozialistischen Unrechts gedachten.

Der Hannoversche Bahnhof ist heute ein zentraler Erinnerungsort für die Deportationen von Jüdinnen und Juden sowie von Roma und Sinti aus Hamburg während der NS-Zeit. Die kontinuierliche Arbeit der Rom und Cinti Union e.V. und des Landesvereins der Sinti in Hamburg e.V. hat entscheidend dazu beigetragen, diesen historischen Ort sichtbar zu machen und als würdigen Gedenkort zu etablieren.

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