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WSP1-interne Katastrophenschutzboot-Übung

Am 14.08.2026 wurde eine von insgesamt vier jährlich stattfindenden Katastrophenschutzboot-Übungen durchgeführt. Hierbei stand besonders die Gewährleistung der Einsatzbereitschaft des Katastrophenschutzbootzuges sowie die Fortbildung der Bootsführerenden bzw. Trailerfahrenden im Fokus. 

Aufgrund starker Westwindlagen und erheblicher Niederschlagsmengen kann es zu überfluteten Gebieten im Bereich der Elbe bzw. im Hamburger Stadtgebiet kommen.

Umfassend vorgeplante Maßnahmen dienen der Polizei Hamburg der sich aus den Starkwetterereignissen ergebenen Gefahren zu begegnen.

Diese Maßnahmen lassen sich im Alarmkalander „Hochwasser“ wiederfinden. Darüber hinaus sieht der Alarmkalender „Hochwasser“ ab der Wasserstandstufe 4 die Alarmierung des Katastrophenschutzbootzuges vor. Dieser ist dem Führungsstab der Wasserschutzpolizei direkt unterstellt.

Die daraus resultierenden Aufträge erfordern u.a. eine hohe Leistungsfähigkeit sowie einen entsprechenden Ausbildungsstandard, welche durch regelmäßige Übungen aufrecht zu erhalten sind. 

Im Rahmen der Übung am 14.08.2026 wurde der Einsatz der Katastrophenschutzboote der Polizei Hamburg außerhalb der Sturmflutperiode trainiert.

 

Zur Übungslage:

In der Stadt Hamburg, hier insbesondere im Bereich der Oberelbe / Bunthäuser Spitze, kam es nach einer über mehrere Tage andauernden extremen Hitzeperiode (Temperaturen über 35 Grad Celsius) zu zahlreichen medizinischen Notlagen. Aufgrund der anhaltenden Hitzebelastung erlitten mehrere Personen in Uferbereichen sowie auf Wasserfahrzeugen hitzebedingte Kreislaufzusammenbrüche. Am späten Nachmittag des 13.08.2026 zog zudem eine schwere Gewitterfront mit extremen Starkregen, Sturmböen und lokalen Windhosen über das Hamburger Stadtgebiet. Durch die plötzlich auftretenden Unwetterereignisse gerieten mehrere Wasserfahrzeuge in eine Notlage. Nach den ersten Erkenntnissen kenterten mehrere Wasserfahrzeuge oder wurden manövrierunfähig. Infolgedessen werden mehrere Personen vermisst. Zudem liegen Meldungen über Personen vor, die sich auf Buhnen oder überschwemmten Uferbereichen in einer hilflosen Lage befinden. Die Schadenslage erfordert umfangreiche Such -und Rettungsmaßnahmen auf der Elbe und den angrenzenden Gewässern. Die Einsatzkräfte des K-Boot-Zuges werden zur Personensuche, Menschenrettung sowie zur Unterstützung bei der Evakuierung und Bergung von Personen eingesetzt.

Im Rahmen der Übung brachte die erste von zwei Gruppen des Katastrophenschutzbootzuges die K-Boote an der Slipanlage eines Yachtclubs im niedersächsischen Bullenhausen mittels Trailer zu Wasser. Die zweite Gruppe nutzte die Slipanlage Entenwerder an der Norderelbe um die Boote ebenfalls mittels Trailer zu wassern. Zuvor wurde die Einsatzbereitschaft der K-Boote überprüft sowie der landseitige Transport zu den Slipanlagen durchgeführt.

Im weiteren Übungsverlauf verlegte die erste Gruppe der K-Bootzug in den Hafen Oortkaten. Auf dem Gelände einer dort ansässigen Werft wurde das erste Einsatzszenario durchgeführt. Hierbei wurde eine unübersichtliche Schadenslage mit mehreren Personen unterschiedlicher hitzebedingter Verletzungsgrade dargestellt. Die Gruppe hatte die Schwere der Verletzungen kurzfristig einzuschätzen, entsprechende Prioritäten bei der Versorgung festzulegen und die verletzten Personen anschließend lagegerecht erstzuversorgen.

Die zweite Gruppe begab sich auf die Süderelbe in Höhe des Kraftwerks Moorburg. Im Rahmen dieses Übungsszenarios lag der Schwerpunkt auf dem Bootshandling unter Zeitdruck. Hierzu war u.a. Slalomparcours mit verschiedenen Aufgabenstellungen im Bereich der Moorburger Dalben zu absolvieren. Darüber hinaus musste eine im Wasser befindliche Person unter dem Einsatz der auf den K-Boot befindlichen Rettungsnetzes aufgenommen und gerettet werden. Ferner war das Anlegen an einer strömungsexponierten Spundwand sowie das anschließende erklimmen einer dort befindlichen Steigeleiter Bestandteil des Szenarios.

Nach Abschluss der jeweiligen Übungsszenarien wechselten die Gruppen die Einsatzorte, sodass beide Gruppen sämtliche vorgesehenen Szenarien absolvieren konnten.

Nach Abschluss der Szenarien verlegte der K-Bootzug wieder in Richtung Entenwerder. Hier wurden die Katastrophenschutzboote mittels Trailer aus dem Wasser geslippt.

Insgesamt wirkten 37 Teilnehmende (WSP1-interne K-Boot-Übung) mit. Darüber hinaus wurden insgesamt sieben Katastrophenschutzboote bereitgestellt und eingesetzt.

 

Perlowski, WSP 1