Verkehrssicherheitsbilanz 2018:

Erneut weniger Unfälle auf Hamburgs Straßen, Risiko für Kinder so gering wie nie zuvor.

Verkehrssicherheitsbilanz 2018:

Trotz einer weiter wachsenden Zahl von Verkehrsteilnehmern hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle auf Hamburgs Straßen im zweiten Jahr in Folge verringert. Mit 67.537 lag die Zahl um 351 niedriger als 2017. Zwar ist bei den Unfällen mit Personenschaden ein leichter Anstieg um 1,3 Prozent zu verzeichnen, in Relation zur Bevölkerung jedoch ist das Risiko, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden, abgesehen vom Ausnahmejahr 2010 derzeit so niedrig wie nie zuvor.

Pressekonferenz zur Verkehrssicherheitsbilanz 2018 Pressekonferenz zur Verkehrssicherheitsbilanz 2018 am 22. Februar 2019 (Bild: Polizei Hamburg)

Eckdaten der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik 2018 :
In Hamburg wurden im vergangenen Jahr 67.537 Verkehrsunfälle registriert (2017: 67.888). Das sind 351 (-0,5%) Verkehrsunfälle weniger als im Vorjahr. Nach einem Rückgang im Vorjahr, stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 102 Fälle (+1,3%) leicht an. Es verunglückten 9.717 Personen, das entspricht einem Anstieg um 1,1 Prozent (+110). Der Anstieg ist hier im Wesentlichen auf die Entwicklung der Leichtverletztenzahlen zurückzuführen (+102; +1,2%). Es verletzten sich insgesamt 857 Personen schwer (+7; +0,8%).

2018 kamen bei 28 Unfällen 29 Menschen im Straßenverkehr ums Leben (2016: 29 und 2017: 28 Verkehrstote), darunter waren 14 Fußgänger, sechs Insassen von Pkw, vier Motorradfahrer, zwei Lkw-Fahrer, zwei Radfahrer und eine Mitfahrerin einer Kutsche.

Die Zahl der Verunglückten je 100.000 Einwohner erreichte mit 531 den zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1953. Nur im Ausnahmejahr 2010 war das so berechnete Risiko, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, noch geringfügig niedriger.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit aktiv am Straßenverkehr teilnehmenden Kindern (bis 14 Jahre) bleibt trotz eines leichten Anstiegs um 23 Fälle (+4%) auf einem niedrigen Niveau. Mit 591 waren es 2018 0,9 Prozent aller in Hamburg registrierten Verkehrsunfälle.

Aufgrund einer Zunahme bei den verunglückten mitfahrenden Kindern um 58, erhöhte sich die Zahl nach dem historischen Tiefststand des Vorjahres auf 724 verunglückte Kinder insgesamt. 28 von ihnen wurden allein bei zwei Verkehrsunfällen mit Bussen leicht verletzt. Aktiv beteiligt verunglückten hingegen vier Kinder weniger als im Vorjahr. Tragisch bleibt der Tod eines Kleinkindes, das auf dem Gelände einer Unterkunft für Geflüchtete von einem anfahrenden Eiswagen erfasst wurde.

Trotz einer steigenden Anzahl von Kindern in der Stadt (rund 30.000 Kinder seit 2012), ist die Zahl der verunglückten Kinder in Relation zur Bevölkerungsentwicklung in Hamburg seit Jahren rückgängig. Mit 164 verunglückten Kindern je 100.000 Einwohner ist das Risiko für ein Kind, bei einem Verkehrsunfall in Hamburg verletzt zu werden, so gering wie nie.  

Verkehrsunfallbilanz für Hamburg 2018

Erneut rückläufig zeigte sich die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung junger Erwachsener (18- bis 24-jährige). Mit 10.720 lag diese um 437 (-3,9%) niedriger als 2017. Auch sank die Zahl von verunglückten Jungen Erwachsenen um 2,7 Prozent. Überhöhte Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand sind bei diesen weiterhin häufiger als in anderen Altersgruppen als Unfallursachen festzustellen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Seniorenbeteiligung ist mit einem leichten Anstieg von 1,2 Prozent weitgehend stabil geblieben. Registriert wurden 12.333 Verkehrsunfälle, das sind 149 mehr als im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund dafür ist weiterhin die demographische Entwicklung, wonach immer mehr Senioren auch im hohen Alter am Verkehr teilnehmen.

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