Drohnen, hybride Bedrohung und eine Rathausführung
89. UA-FEK-Sitzung in Hamburg
Wenn sich die TOP-Riege von Polizei und Innenressorts aus Bund und Ländern trifft, wird’s spannend – und diesmal war die Polizei Hamburg Gastgeberin. Vergangene Woche kam der Unterausschuss Führung, Einsatz und Kriminalitätsbekämpfung (UA FEK) zu seiner 89. Herbstsitzung zusammen. Der Vertreter aus Hamburg, Polizeivizepräsident Mirko Streiber, empfing die Teilnehmenden in Räumlichkeiten der Liegenschaft Alsterdorf.
Was ist eigentlich der UA FEK?
Der UA FEK ist das zentrale Gremium für die Entwicklung, Abstimmung und Evaluierung strategisch und operativ bedeutsamer polizeilicher Themen auf Bundes- und Länderebene, insbesondere in den Bereichen Führung, Einsatz und Kriminalitätsbekämpfung.
Seine Geschichte in Kürze:
- 1976: Der AK II beschließt einen ständigen Erfahrungsaustausch leitender Exekutivbeamtinnen und -beamter (UA LEX).
- 1984: Die Innenministerkonferenz erkennt den UA LEX als ständigen Ausschuss an.
- 1996/97: Nach einer Gremienüberprüfung wird der UA LEX zum heutigen UA FEK weiterentwickelt.
Wer sitzt mit am Tisch? Kurz: alle, die bei den großen strategischen Themen der Polizeiarbeit entscheiden. Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Länder (meist Ministerialebene) und der DHPol. Getagt wird zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst –, ergänzt durch vorbereitende Videokonferenzen und anlassbezogene Sondersitzungen.
Fachlicher Austausch in Hamburg
Auf der Sitzung wurde fachlich diskutiert. Die Teilnehmenden tauschten Erfahrungen aus und sprachen über aktuelle Herausforderungen.
Welchen Stellenwert das Gremium genießt, zeigte sich schon zum Auftakt: Am Mittwoch richtete der Senator für Inneres und Sport Andy Grote als amtierender Vorsitzender der Innenministerkonferenz ein persönliches Grußwort und den Dank für die Arbeit des UA FEK an die Teilnehmenden.
Worum ging es inhaltlich?
Die Tagesordnung hatte es in sich, denn neben dem großen Themenkomplex von Ziviler Verteidigung und Zivil-Militärischer Zusammenarbeit waren auch das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) sowie Handlungserfordernisse im Zusammenhang mit hybriden Bedrohungen Themen von länderübergreifender Bedeutung. Aus den verschiedenen Untergremien des UA FEK wurden aktuelle Sachstände zu Einsatz, FEM, Führung und verkehrspolizeilichen Angelegenheiten berichtet.
Da gutes Networking ebenso vom persönlichen Kontakt lebt, fand nach dem ersten Sitzungstag für die Teilnehmenden eine Führung durchs Hamburger Rathaus statt, bevor der Abend im Restaurant Old Commercial Room ausklang.
Am Donnerstagnachmittag endete die Sitzung nach zwei intensiven Tagen fachlichen Austauschs über Ländergrenzen hinweg. Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv: Alle waren von der Organisation, vom Tagungsort, dem Catering durch MØRE Canteen, unserem künftigen Kantinenbetreiber des Polizeipräsidiums, und der hanseatischen Gastfreundschaft begeistert.
Katharina Dehn, PÖA 2