Taschendiebstahl - Noch alles da?

Präventive Tipps gegen die Tricks der Taschendiebe sollen Sie davor schützen, selbst zum Opfer einer solchen Straftat zu werden.

Taschendiebstahl - Noch alles da?

Taschendiebstahl - Fehlt Ihnen auch was?

Taschendiebe beobachten ihre Opfer vor der Tat genau und gehen häufig arbeitsteilig vor (z.B. der Erste lenkt ab, der Zweite stiehlt und der Dritte verschwindet mit der Beute). Sie warten auf eine günstige Gelegenheit und treten bevorzugt an Orten auf, an denen sich viele Menschen befinden. Dies können zum Beispiel Bahnhöfe und Flughäfen, Kaufhäuser, Großveranstaltungen oder auch Bars und Restaurants sein.

Dabei nutzen Taschendiebe bewusst Einschränkungen ihrer potentiellen Opfer aus, um erfolgreich agieren zu können, so z.B. die Feierlaune auf der Reeperbahn, körperliche Handicaps, die Unachtsamkeit beim Einkauf oder Restaurantbesuch. Dabei handeln sie stets nach dem gleichen Muster. Sie versuchen, ihr potentielles Opfer abzulenken oder zu irritieren, um so ungehindert die Wertsachen entwenden zu können.

Einige Tricks der Taschendiebe:

Der Anrempel-Trick
Sie werden im Gedränge angerempelt oder „in die Zange“ genommen; beim Einsteigen stolpert Ihr Vordermann, er bückt sich oder bleibt plötzlich stehen. Während Sie „auflaufen“ und dadurch abgelenkt sind, entwendet ein Komplize Ihr Geld oder Ihre Wertsachen.

Der Drängel-Trick
In vollen Bussen oder Bahnen, auf Rolltreppen oder in Warteschlangen rückt der Dieb unangenehm dicht an Sie heran. Da Sie ihm den Rücken zuwenden, haben Sie ihre  umgehängte Tasche nicht im Blick. Eine Einladung für jeden Taschendieb, der so unbemerkt zugreifen kann.

Der Stadtplan-Trick
Vermeintliche Touristen fragen Sie nach dem Weg und halten Ihnen dabei einen Stadtplan vor. Während Sie sich hilfsbereit orientieren und dadurch abgelenkt sind, werden Sie ausgeplündert.

Der Geldwechsel-Trick
Fremde bitten Sie, eine Münze zu wechseln. Wenn Sie ihre Geldbörse herausnehmen und das Münzfach öffnen, werden Sie vom Täter so abgelenkt, dass nun unbemerkt blitzschnell die Banknoten entwendet werden können.

Der Antanz-Trick
Sie werden von einem Täter „angetanzt“ und dabei in den Arme genommen – eine gute Gelegenheit, um in Ihre Tasche zu greifen.

Der Beschmutzer-Trick
„Versehentlich“ wird Ihre Kleidung, gern nach einem Bankbesuch, beschmutzt. Der Dieb ist Ihnen beim Reinigen „behilflich“ und nutzt die Gelegenheit zum Diebstahl.

Der Restaurant -Trick
Der Dieb platziert sich so an einem benachbarten Tisch, dass er die Möglichkeit hat, in Ihre über der Stuhllehne hängende Jacke oder in die unter dem Stuhl abgestellte Tasche zu greifen.

Der Supermarkt-Trick
Im Supermarkt werden Sie angesprochen und nach einer bestimmten Ware gefragt. Während sie danach suchen, wird ihre Tasche im Einkaufswagen ausgeräumt.

Der Blumen-Trick
Ein Fremder begrüßt Sie freundschaftlich, umarmt Sie oder steckt Ihnen eine Blume an. Während Sie verdutzt sind, verschwindet die Brieftasche.

Der Taschenträger-Trick
„Taschenträger*innen“ spähen bewusst ältere Frauen beim Einkaufen aus und bieten Ihnen scheinbar hilfsbereit an, den Einkauf nach Hause zu tragen. Dort eilen sie mit der Tasche die Treppe hinauf, während der ältere Mensch nicht so schnell hinterherkommt. Unterwegs nehmen sie die Geldbörse heraus, stellen die Tasche vor die Tür und kommen dem Opfer grüßend entgegen. Der Verlust wird erst später bemerkt.

Folgende Hinweise dienen Ihrem Schutz und minimieren das Risiko, dass Sie Opfer eines Taschendiebstahls werden:

Allgemeine Verhaltenstipps

  • Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit und erhöht Ihre Aufmerksamkeit.
  • Bedenken Sie, dass Wertsachen nie unbeaufsichtigt sein sollen. Weder im Einkaufswagen    abgestellt, noch auf Restauranttischen liegend oder über Stuhllehnen gehängt.
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen und verzichten Sie gegebenenfalls auf die Mitnahme teurer Gegenstände zu Großveranstaltungen oder bei Besuchen auf der Reeperbahn.
  • Achten Sie in unübersichtlichen Situationen besonders aufmerksam auf ihre Wertsachen.

Spezielle Tipps zu „Taschen“

  • Offene Taschen laden Diebe dazu ein, "hineinzugreifen", verschließen Sie deshalb ihre Tasche nach jeder Benutzung.
  • Tragen Sie ihre Tasche mit der Verschlussseite zum Körper und grundsätzlich quer über der Brust.
  • Wertsachen gehören nicht in den Rucksack, der auf dem Rücken getragen wird.
  • Haben Sie ihre Wertsachen nach Möglichkeit nah am Körper und verteilen Sie diese auf verschiedene Taschen.
  • Nutzen Sie Brustbeutel oder Gürteltaschen.

Was tun, wenn Sie doch Opfer eines Taschendiebstahls geworden sind?
Sie sollten so schnell wie möglich abhanden gekommene Karte/n sperren lassen.
Erstatten Sie unbedingt Strafanzeige bei der Polizei! Dort kann Ihre EC-Karte für das elektronische Lastschriftverfahren, für das nur eine Unterschrift und keine PIN-Nummer benötigt wird, gesperrt werden.

WICHTIGE RUFNUMMERN:

Polizei:110
Zentraler Sperrnotruf:116 116 / www.sperr-notruf.de

Sperrung von EC- und Kreditkarten (Die Rufnummern sind zum Teil gebührenpflichtig!)

Aus Deutschland:

Debitkarten (EC - Karten)01805 021 021
Mastercard0800 8 191 040
American Express069 97 97 1000
Diners Club069 900 150-135 / 136
VISA - Card0800 8 118 440

Aus dem Ausland:

Debitkarten (EC - Karten)+49 30 4050 4050
Mastercard+1 800 627 8372 (USA) / +1 636 7227 111 (Restliche Welt)
American Express+49 69 97 97 1000
Diners Club+49 069 900 150 - 135 / 136
VISA - Card+1 303 967 1096

Weitere Informationen zum Thema "Vorsicht Taschendiebstahl" finden Sie im Internet auch auf den Seiten der Bundespolizei.

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