SHIELDed: Gemeinsam für mehr Schutz von religiösen Einrichtungen und Communities
In einer Zeit, in der religiöse Einrichtungen und Communities immer wieder Ziel von Angriffen und Bedrohungen werden, ist es wichtiger denn je, gemeinsame Schutzstrategien zu entwickeln. Das europäische Projekt SHIELDed (Link) hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu tun: Es soll die Sicherheit religiöser Einrichtungen und der damit verbundenen Communities in Deutschland und Europa langfristig stärken.
Die Schura Hamburg (Link) ist eine Interessensvertretung der Muslime in Hamburg, die sich für die Belange der muslimischen Gemeinschaft in der Stadt einsetzt. Sie fördert den interreligiösen Dialog, unterstützt soziale Projekte und setzt sich für die Wahrung der religiösen und kulturellen Rechte der Muslime ein. Sie übernimmt die Koordination des Hamburger Schutz-Schildes (SHIELDING COUNCIL) und lädt alle relevanten Akteure ein, sich aktiv an der Gestaltung dieses Projektes zu beteiligen. Bei der ersten Sitzung am 2. Dezember 2025 kommen Vertreter:innen aus verschiedenen wichtigen Bereichen zusammen, darunter die DITIB, die Schura, die Sozial- und Schulbehörde, die jüdische Gemeinde, Afrotopia, Legato sowie das LKA702 und das IDDF der Polizei Hamburg. Ziel ist es, lokale Gruppen zu bilden, die spezifische Schutzmaßnahmen für religiöse und gesellschaftlich gefährdete Einrichtungen entwickeln.
SHIELDed verfolgt ein ambitioniertes Ziel: den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen religiösen Gemeinschaften, Sicherheitsbehörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Stadtverwaltung zu fördern. Dabei wird auf Resilienzstrategien und Dialogformate gesetzt, um das Vertrauen zwischen den unterschiedlichen Akteuren zu stärken und präventive Maßnahmen zu entwickeln. Eine wichtige Rolle spielen dabei die sogenannten Shielding Councils. Das sind regelmäßige Treffen, bei denen Sicherheits- und Handlungsbedarfe erörtert und konkrete Lösungen gefunden werden.
Das Projekt geht jedoch noch weiter: SHIELDed möchte den Austausch auf europäischer Ebene fördern, indem Fortbildungsprogramme angeboten werden, die sich an ähnlichen Schutzkonzepten in anderen EU-Ländern orientieren. So soll nicht nur die Sicherheit auf lokaler Ebene erhöht, sondern auch das Netzwerk über nationale Grenzen hinweg gestärkt werden.
Die erste Sitzung am 2. Dezember 2025 war ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Hier wurden die Ziele des Projektes genauer vorgestellt und erste Themen für die kommenden Treffen festgelegt. Das Treffen wird in regelmäßigen Abständen von etwa vier bis sechs Monaten stattfinden. In den Folgejahren sollen konkrete Empfehlungen und Maßnahmen entwickelt werden, die die Sicherheit und den Schutz der betroffenen Einrichtungen perspektivisch verbessern sollen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren gelegt, denn nur gemeinsam kann ein echter Schutz für diese „soft targets“, also religiöse Gemeinschaften, Bildungseinrichtungen und andere gefährdete Orte, erreicht werden.