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Rücksicht beginnt vor der Schultür

Anfang der Woche wurde es morgens vor der Grundschule Franzosenkoppel in Lurup etwas lebhafter als sonst. Dort startete die hamburgweite Verkehrssicherheitsaktion "Rücksicht auf Kinder… kommt an!", um mit der Polizei, Schulbehörde und Elternvertretungen erneut den sicheren Schulweg in den Mittelpunkt rücken.

Der Schulweg ist für viele Kinder ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Gleichzeitig zeigt ein Blick in die Statistik, wie wichtig Aufmerksamkeit und Prävention bleiben. Im vergangenen Jahr verunglückten in Hamburg 458 Kinder bei 647 Verkehrsunfällen. Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig es ist, gerade die jüngsten Verkehrsteilnehmenden besonders zu schützen.

Vor vielen Schulen entstehen gerade durch viele Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, immer wieder unübersichtliche Situationen. Rangieren, Wenden oder falsch parkende Fahrzeuge können den Blick auf Kinder verdecken und gefährliche Momente entstehen lassen. Deshalb wirbt die Aktion dafür, Kinder ihren Schulweg möglichst selbstständig zu Fuß oder später auch mit dem Fahrrad bewältigen zu lassen. So sammeln sie wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr und entwickeln Schritt für Schritt Sicherheit.

In den kommenden Wochen wird die Polizei Hamburg rund um zahlreiche Schulen im Stadtgebiet präsent sein. Neben Gesprächen und Aufklärung gehören auch Kontrollen dazu. Festgestellte Verkehrsverstöße werden konsequent geahndet.

Zum Auftakt in Lurup waren unter anderem Thomas Model, Leiter der Verkehrsdirektion, Dr. Alexandra Blank von der Regionalen Schulaufsicht Altona sowie Kerstin Wendt-Scholz, Schulleiterin der Grundschule Franzosenkoppel, vor Ort. Auch Mitglieder des Elternrates der Schule und Vertreterinnen und Vertreter des Forum Verkehrssicherheit Hamburg unterstützten die Aktion.

Zwischen Schulranzen, morgendlicher Betriebsamkeit und vielen Gesprächen wurde schnell deutlich, worum es bei der Aktion geht: Ein gemeinsames Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und Rücksicht im Straßenverkehr - besonders dort, wo unsere jüngsten Verkehrsteilnehmenden unterwegs sind.

 

Susanne Binnewies, PÖA 22