Neufassung des §201a StGB

Ein Zitat der Bundesjustizministerin Christine Lamprecht zu der Strafrechtsänderung des § 201a StGB!

Neufassung des §201a StGB

Symbolbild zur Neufassung des §201a StBG


„Einer Frau heimlich unter den Rock oder in den Ausschnitt zu fotografieren, ist ein dreister voyeuristischer Übergriff, den wir jetzt unter Strafe gestellt haben. Ab jetzt schützt unser Strafrecht besser vor infamen bloßstellenden Fotos und Videos.“


Bundesjustizministerin Christine Lambrecht zu den Strafrechtsänderungen zum besseren Schutz vor bloßstellenden Fotos und Videos, die am 1. Januar 2021 in Kraft treten:

„Ab jetzt schützt unser Strafrecht besser vor infamen bloßstellenden Fotos und Videos.

Einer Frau heimlich unter den Rock oder in den Ausschnitt zu fotografieren, ist ein dreister voyeuristischer Übergriff, den wir jetzt unter Strafe gestellt haben. Häufig werden diese Handyfotos in Chatgruppen geteilt oder sogar zu Geld gemacht. Für solche Verletzungen der Intimsphäre können Täter künftig strafrechtlich verfolgt und vor Gericht gebracht werden. Es drohen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe. Das Handy des Täters kann eingezogen werden.

Unfallopfer aus reiner Sensationsgier zu fotografieren, verletzt jeden menschlichen Anstand. Häufig behindern Gaffer auch noch Rettungskräfte, die alles tun, um Leben zu retten. Das Fotografieren von Verstorbenen ist bislang anders als das Fotografieren überlebender Unfallopfer nicht strafbar. Diese Lücke im Strafrecht haben wir jetzt geschlossen. Den Angehörigen müssen wir das zusätzliche Leid ersparen, dass Bilder ihrer verstorbenen Eltern oder Kinder auch noch verbreitet werden.“

Link und Quelle des Zitats der Bundesjustizministerin Christine Lambrecht