Polizei Hamburg

Sie lesen den Originaltext

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in leichte Sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in leichter Sprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in Gebärden­sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in Gebärdensprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

KulturART der Toleranz mit Ivrit & Gebärden – der MIT2WO After Work Club

Shalom Freunde!

Am Donnerstag, den 12. Juni 2025, fand im Rahmen des MIT2WO After Work Clubs die Veranstaltung „KulturART der Toleranz mit Ivrit & Gebärden“ statt. Von 18:00 bis 19:30 Uhr hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich auf besondere Weise mit Humanität, Toleranz und den Sprachen Ivrit (Hebräisch) sowie Gebärdensprache auseinanderzusetzen.

© Polizei Hamburg

Im Mittelpunkt der KulturART stand erneut die Frage: Was verbindet uns in der Ethik und wie wird Sprache zur Botschaft der Mitmenschlichkeit? Sprache ist dabei nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern ein essenzielles Instrument, um kulturelle Identität und gemeinsame Werte zu vermitteln. Die Einbindung von Ivrit und Gebärdensprache macht die Vielfalt menschlicher Ausdrucksmöglichkeiten erlebbar und fördert zugleich die Sensibilität für sprachliche und kulturelle Inklusion. Studien zeigen, dass das Erlernen und Erleben verschiedener Sprachen die Empathiefähigkeit stärkt und Vorurteile abbaut.

Die Besucher*innen wurden aktiv in verschiedene kreative Aufgaben eingebunden, die sowohl individuell als auch in kleinen Gruppen an den Tischen bearbeitet wurden.

Ein Highlight war das Schreiben des Namens des Gegenübers in Ivrit, wobei das hebräische Alphabet als Vorlage diente – eine spannende Erfahrung, da die Schrift von rechts nach links verläuft. Aus diesen Namen entstanden persönliche Namensschilder, die die Teilnehmenden als Symbol für gegenseitigen Respekt und Anerkennung nutzten. Anschließend wurde der Name in Gebärdensprache dargestellt, unterstützt durch hilfreiche Erklärungen vor Ort. Diese inklusive Praxis verdeutlicht, wie nonverbale Kommunikation Barrieren abbauen und die Teilhabe aller Menschen fördern kann, Zusätzlich entwickelten die Teilnehmenden ein Attribut, das zum Gegenüber passt, und brachten dieses ebenfalls in Gebärdensprache zum Ausdruck – etwa durch eine imaginäre Brille oder das symbolische „Tippeln“ im Gesicht, um Sommersprossen zu zeigen. Diese Übungen stärken nicht nur die Wahrnehmung füreinander, sondern auch das Verständnis für die Vielfalt menschlicher Ausdrucksformen, die über Worte hinausgehen.

Im weiteren Verlauf hatten alle die Gelegenheit, Begriffe wie „Hoffnung“, „Liebe“, „Licht“ und „Freiheit“ auf kleine Post-its zu schreiben. Diese wurden draußen an der Glasfassade um den Namen der bekannten Künstlerin und Aktivistin Peggy Parnass befestigt. Die Aktion ist ein sichtbares Zeichen für die nachhaltige Verankerung von Werten wie Toleranz und Zusammenhalt im öffentlichen Raum. Solche symbolischen Gesten sind wichtig, da sie gesellschaftliche Erinnerung und kollektive Verantwortung fördern.

Ein stilles, aber bedeutungsvolles Symbol war auch der grün angeleuchtete Stuhl, der an die letzte KlangART-Veranstaltung erinnerte und ebenfalls Peggy Parnass gewidmet ist.

© Polizei Hamburg Gruppenfoto mit den Teilnehmenden, darunter Norma von der Walde (Friedensaktivistin und Zeitzeugin), Giorgio Mastropaolo (Gründer MIT2WO), Maik Grebita (Hospitant IDDF), Michel Hündür (Community Policing IDDF)

Die Veranstaltung klang bei traditionellem Traubensaft und Zeit zum Netzwerken gemütlich aus. Der gemeinschaftliche Austausch bot Raum, die erlebten Inhalte zu reflektieren und neue soziale Verbindungen zu knüpfen. 

#kulturart #toleranz #ivrit #gebärdensprache #humanität #mitmenschlichkeit #nachhaltigegesellschaft #netzwerken #peggyparnass #hoffnung