Kulinarische Begegnungen gegen Rassismus
Gemeinsames Kochen schafft Begegnung, Verständnis und ein Zeichen gegen Rassismus.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werden jährlich von der Stiftung gegen Rassismus initiiert und bundesweit mit zahlreichen Veranstaltungen begleitet. Ziel der Aktionswochen ist es, ein sichtbares Zeichen für Menschenwürde, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander zu setzen sowie auf die Folgen von Rassismus und Ausgrenzung aufmerksam zu machen. Vereine, Schulen, Behörden, Unternehmen und viele weitere Organisationen beteiligen sich mit eigenen Projekten und Aktionen.
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 hat sich auch die Polizei Hamburg mit einem besonderen Projekt eingebracht. Unter dem Motto „100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ stand die verbindende Kraft von Essen und Kultur im Mittelpunkt.
Kochen und gemeinsames Essen sind weit mehr als die Zubereitung von Speisen – sie wecken Erinnerungen, vermitteln ein Gefühl von Heimat und schaffen Begegnungen. Diesen Gedanken griff das Projekt auf: Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die sich ehrenamtlich für den Schutz von Menschenrechten und gegen jegliche Form von Diskriminierung einsetzen, bereiteten Gerichte zu, die für sie eine besondere persönliche oder kulturelle Bedeutung haben. Während des Kochens und des gemeinsamen Essens kamen die Teilnehmenden ins Gespräch über ihre Herkunft, Erfahrungen und die Geschichten hinter den Rezepten. So entstanden persönliche Begegnungen und ein offener Austausch über Vielfalt, Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt.
Die Medienabteilung der Einstellungsstelle begleitete das Projekt mit der Kamera. Entstanden sind mehrere Kurzvideos, in denen die Teilnehmenden ihre Gerichte vorstellen und Einblicke in ihre persönlichen Geschichten geben. Die Videos zeigen eindrucksvoll, wie gemeinsames Kochen Menschen miteinander ins Gespräch bringen kann und wie aus kulinarischer Vielfalt gegenseitiges Verständnis wächst. Die Beiträge sind bereits auf dem Instagram-Kanal @polizeihamburg.karriere veröffentlicht und laden dazu ein, die Vielfalt der Gerichte und die Geschichten der Teilnehmenden kennenzulernen. Auch der Sinti Verein hat Beiträge unter www.sinti-verein.de/referenz.html veröffentlicht.
Das Projekt macht deutlich, dass Begegnungen Vorurteile abbauen und das gegenseitige Verständnis stärken können. Es setzt ein Zeichen für Menschenwürde, Toleranz und ein respektvolles Miteinander und bildet zugleich einen Beitrag des IDDF zum Internationalen Tag der Toleranz im November 2026.
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