Playstation 5 zu verkaufen? Oder ein aktuelles iPhone?

Informationen zu einer aktuellen Betrugsmasche

Playstation 5 zu verkaufen? Oder ein aktuelles iPhone?

Die Polizei Hamburg stellt aktuell eine starke Häufung von Warenkreditbetrügereien fest, bei denen die Verkäufer eines begehrten Artikels, besonders der Playstation 5 aber auch anderer hochpreisiger Produkte wie z.B. iPhones, hereingelegt werden.

Zuerst scheint der Käufer ein ganz normaler Interessent zu sein, hat er dann die Zusage, gestaltet sich der Kauf aber anders als sonst üblich:

Der Käufer gibt nun vor, die Ware leider nicht selbst abholen zu können und daher einen „Ersatz“ zu schicken.
Z.B.: “ Moin, ich würde die Playstation/das iPhone … gerne nehmen bin aber leider aus beruflichen Gründen nicht in der Stadt, könnte mein Neffe/ Sohn/ Freund… vorbeikommen und es abholen? Würde mit PayPal Freunde bezahlen.“

Um dem Verkäufer zu suggerieren, dass  die Bezahlung sicher ist, wird im Vorwege eine Zahlung per PayPal vereinbart. Aber auch dies hat einen Haken, da der Kauf über die Option „PayPal-Freunde“ erfolgt und der angebliche Käufer gar nicht sein eigenes PayPal Konto, sondern einen gehackten Account benutzt. Lässt sich der Verkäufer nun auf diesen Handel ein, erfolgt die Warenübergabe an die Ersatzperson, entweder an der Wohnungstür oder auch an öffentlichen Plätzen innerhalb Hamburgs.
Kurz danach erhält der Verkäufer eine Benachrichtigung von PayPal, dass das Geld aufgrund einer unrechtmäßigen Transaktion zurückgebucht wurde. Leider hat sich der Verkäufer in der Regel aber weder einen Ausweis zeigen lassen noch erkennt er aufgrund der aktuell notwendigen Maskenpflicht den Abholenden wieder.

Der Verkäufer hat doppeltes Pech: Die Playstation/das iPhone… ist weg und das überwiesene Geld ebenfalls.

Wie können sich Verkäufer schützen?

Befolgen Sie die „Tipps für deine Sicherheit“, die von den Plattformen selbst, leider manchmal etwas versteckt, veröffentlicht werden.

Außerdem sollten Sie beachten, dass PayPal generell keinen Käuferschutz bei der Option „PayPal-Freunde“ oder bei einer persönlichen Abholung bietet. Lassen Sie sich nicht auf einen solchen Kauf ein!

Entscheiden Sie sich stattdessen für sichere Varianten wie z.B. eine „echte“ Überweisung mit Buchung auf dem Konto oder, wenn es schneller gehen soll, verlangen Sie bei der Warenübergabe Bargeld.

Wenn die Ware übergeben wird, spricht auch nichts dagegen, sich vom Käufer den Ausweis zeigen zu lassen. Ein seriöser Käufer wird Verständnis dafür haben, dass der Verkäufer sicher gehen will, dass nur derjenige die Ware erhält, der sie auch bezahlt hat.

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl – wenn Ihnen etwas „komisch“ vorkommt, sehen Sie von einem Verkauf ab.