Das Kind als Fußgänger

Am Anfang der Grundschulzeit wird Ihr Kind auf die Rolle des Fußgängers im Straßenverkehr vorbereitet.

Das Kind als Fußgänger

Kinder als Fußgänger im Straßenverkehr

Hierbei lernt es, genau wie bei der Aktion "Verkehrsfuchs", das Überqueren der Fahrbahn ohne Sichtbehinderung, zwischen geparkten Fahrzeugen, an einem Fußgängerüberweg oder auch Zebrastreifen sowie an der Ampel. Dies geschieht jeweils in Kleingruppen im Straßenverkehr, nachdem der Polizeiverkehrslehrer das Grundsätzliche im Unterricht vorbereitet hat.

Viele Kinder im Grundschulalter haben mit der Zuordnung von rechts und links noch Probleme und sollen deshalb in beide Richtungen schauen.

Wichtig ist, dass Ihr Kind  bei jeder Übung die Fahrbahn zügig überqueren soll, ein Rennen oder Laufen aber vermieden wird.

Nach dem Unterricht in der Schule ist Ihre Mithilfe gefragt. Fragen Sie also Ihre Kinder nach den Inhalten und üben Sie gemeinsam mit ihnen.

Wichtig ist es, dass Ihr Kind entscheidet, wann es losgeht. Sollte es noch zu unentschieden sein, so sollen Sie natürlich helfen, aber nicht die Entscheidung übernehmen, ohne diese zu erklären.

Ohne Sichtbehinderung

Dies ist die sicherste und zugleich einfachste, aber leider nur sehr selten vorkommende Situation.

Die Kinder stehen einen Kinderschritt (ca. 50 cm) vor dem Kantstein/Haltestein und sehen ungehindert auf die Fahrbahn. Erst, wenn kein Fahrzeug kommt, gehen sie los und sehen beim Überqueren der Fahrbahn weiterhin ruhig in beide Richtungen.

Sollte es sich um eine Einmündung oder Kreuzung handeln, so müssen alle Richtungen kontrolliert werden, aus denen sich Fahrzeuge nähern könnten.

Wenn Sie mit Ihrem Kind üben, dass es erst losgehen darf, wenn kein Fahrzeug in Sicht ist, so werden Sie eine Menge Geduld aufbringen müssen. Kinder warten auch dann, wenn Fahrzeuge weit entfernt sichtbar sind. Im Laufe der Zeit wird es Erfahrungen sammeln und die Situation besser einschätzen.

Kinder als Fußgänger im Straßenverkehr

Zwischen geparkten Fahrzeugen

Zum Überqueren ist eine Stelle nötig, an der auf beiden Seiten der Fahrbahn eine Lücke ist, damit Ihr Kind einen geraden Weg gehen kann.

Ihr Kind muss sich vergewissern, dass keines der Fahrzeuge losfährt.

Dann geht es auf der Fahrbahn vor bis zur Sichtlinie. Aufrecht stehend beobachtet es den Verkehr.

Wenn kein Fahrzeug kommt, geht es auf die andere Straßenseite und schaut beim Gehen weiter zu beiden Seiten.

Kinder als Fußgänger im Straßenverkehr

Am Fußgängerüberweg oder auch Zebrastreifen

Vorm Haltestein stehend streckt Ihr Kind einen Arm nach vorne und blickt zu beiden Seiten.

Wenn kein Auto kommt oder die Fahrzeuge komplett stehen, kann es losgehen. Ein Blick auf die stehenden Reifen und in die Augen des Fahrzeugführers helfen Ihrem Kind bei der Entscheidung.

Jetzt gehen sie zügig über die Straße und schauen dabei in beide Richtungen.

Sollte Ihr Kind beim Üben mit Ihnen auch auf sehr weit entfernte Fahrzeuge warten wollen, so berücksichtigen Sie bitte, dass Kinder in dem Alter Ihrer Kinder Geschwindigkeiten noch gar nicht einschätzen können.

Kinder als Fußgänger im Straßenverkehr

An der Ampel

An der Ampel stellen wir uns in Blickrichtung auf und warten auf unser Grünlicht. Hierbei stehen wir einen Kinderschritt vom Stopp- oder Haltestein entfernt.

Sobald das grüne Licht für Fußgänger aufleuchtet, sieht Ihr Kind zuerst in alle Richtungen, aus der noch Fahrzeuge kommen können und geht danach erst los. Auf der Fahrbahn schaut es beim Gehen weiter in beide Richtungen.

Achtung auf die Abbieger!

Sollte die Grünphase beendet sein, bevor ihr Kind die andere Straßenseite erreicht hat, so soll es  dennoch zügig weitergehen.

Kinder als Fußgänger im Straßenverkehr