Polizei Hamburg

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Internationale Wochen gegen Rassismus (IWgR) 2025

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus im März 2025 hat das IDDF der Polizei Hamburg ein einzigartiges interaktives Kunstprojekt ins Leben gerufen, das den kreativen Dialog über Rassismus, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Unter dem Leitthema „Menschenwürde schützen“ wurden fünf Hamburger Organisationen eingeladen, ein Kunstwerk zu gestalten – jede auf einer eigenen Rigipsplatte, jede mit ihrer individuellen Perspektive auf eine spezifische Form von Rassismus.

© Polizei Hamburg

Mitgewirkt haben Initiativen, die sich gezielt mit Antisemitismus, Antiziganismus, anti-schwarzem Rassismus, antimuslimischem Rassismus sowie die Nachwuchskräfte der Polizei Hamburg beschäftigt haben. Jede Organisation hatte seinen eigenen Themenschwerpunkt. Entstanden sind fünf ausdrucksstarke, emotional berührende und zugleich zum Nachdenken anregende Kunstwerke, die zeigen, wie vielschichtig Diskriminierungserfahrungen sein können – und wie wichtig es ist, diesen Stimmen Raum zu geben.

Ein verbindendes Gestaltungselement zog sich dennoch durch alle Werke: die Brücke. Als symbolisches und sichtbares Element wurde auf jedem Kunstwerk eine mindestens 15 cm dicke Brücke dargestellt. Sie steht für den gemeinsamen Weg, für die Verbindung zwischen unterschiedlichen Gemeinschaften und Erfahrungen – und für das übergreifende Ziel, eine solidarische, antirassistische Gesellschaft zu gestalten.

Die Umsetzung des Projekts erfolgte mit großer kreativer Freiheit. Einige Organisationen arbeiteten mit jungen Menschen zusammen, andere mit professionellen Künstler*innen oder Aktivist*innen aus der Community. So entstanden sehr unterschiedliche Ausdrucksformen – von kraftvollen Collagen über ausdrucksstarke Malereien bis hin zu detailreichen Symbolbildern. In ihrer Vielfalt zeigen die Werke, wie Kunst als Brücke zwischen Erfahrung, Emotion und gesellschaftlichem Diskurs fungieren kann.

Nach Fertigstellung wurden die Kunstwerke zunächst in den Räumen der jeweiligen Organisationen einzeln ausgestellt. Dabei wurden die Ausstellungen aktiv von den beteiligten Einrichtungen beworben – sie luden ihre Netzwerke, lokale Communities, Interessierte und Fachöffentlichkeit ein, sich mit den Werken auseinanderzusetzen, ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven zu gewinnen.

Der Höhepunkt des Projekts stand jedoch noch bevor: Am Tag der Toleranz Ende des Jahres wurden alle fünf Kunstwerke erstmals zusammengeführt – im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung mit großer öffentlicher Wirkung. Die Brücken auf den einzelnen Platten werden dabei zu einem durchgängigen Symbol verbunden und enthüllen eine große, gemeinsame Botschaft: Es braucht viele Stimmen, viele Perspektiven und viele Brücken – um Diskriminierung zu überwinden und unsere Gesellschaft wirklich vielfältig, gerecht und menschenwürdig zu gestalten.

© Polizei Hamburg

Parallel zur künstlerischen Arbeit wurde das gesamte Projekt vom IDDF dokumentarisch begleitet. Fotos und Videos zeigen nicht nur den kreativen Prozess, sondern auch die Menschen hinter den Werken, ihre Gedanken, ihre Geschichten und ihr Engagement. Die entstehende Videodokumentation wird zum Abschluss des Projekts veröffentlicht und in den sozialen Medien gezeigt, um möglichst viele Menschen zu erreichen und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus zu ermutigen.