Hinter jeder Uniform steht ein Mensch
Ein Zeichen, das bleibt
Jeder Einsatz beginnt mit dem Wunsch, gesund nach Hause zu kommen. Doch manchmal hinterlassen Widerstandshandlungen Spuren, die weit über den eigentlichen Einsatz hinausreichen. Umso wichtiger ist es, dass betroffene Kolleginnen und Kollegen erfahren: Sie stehen mit den Folgen nicht allein.
Aus diesem Anlass kamen Polizeipräsident Falk Schnabel, Werner Jantosch vom Polizeiverein Hamburg e. V., SPLV André Martens sowie zwei Kollegen zusammen, die bei Einsätzen verletzt wurden. Mit einer Zuwendung würdigte der Polizeiverein ihre besondere Belastung und setzte zugleich ein Zeichen der Anerkennung und des Zusammenhalts.
S. Lübcke vom PK 38 wurde im April 2026 während einer Widerstandshandlung verletzt. Er erlitt eine Prellung des linken Sprunggelenks sowie eine Fraktur des kleinen Fingers der rechten Hand. Die Verletzung musste operativ versorgt werden; anschließend fiel S. Lübcke mehrere Wochen dienstbedingt aus.
O. Aust vom PK 11 wurde im Jahr 2024 mit einer Getränkedose beworfen, stürzte und verletzte sich am Knie. Ein Jahr später zog er sich dann infolge einer Widerstandshandlung eine Fingerverletzung zu, die bis heute zu einer dauerhaften Einschränkung führt.
Das Treffen machte deutlich, dass Zusammenhalt nicht mit dem Ende eines Einsatzes aufhört. Gerade dann, wenn Kolleginnen und Kollegen im Dienst verletzt werden, ist es wichtig, dass sie Rückhalt erfahren – persönlich, kollegial und sichtbar.
Die Geste konnte die erlittenen Verletzungen zwar nicht ungeschehen machen, zeigte aber, dass die Menschen hinter der Uniform nicht vergessen wurden und ihr Einsatz für die Sicherheit anderer Wertschätzung erfuhr.
Susanne Binnewies, PÖA 2