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GETEX 2026 – Hamburg mittendrin: Terrorabwehr im Schulterschluss

Gestern war es wieder so weit: Die GETEX, Deutschlands größte länderübergreifende Übung zur Terrorismusabwehr, ging in die nächste Runde – diesmal unter der Gesamtleitung des Landes Schleswig-Holstein. Mit dabei: Die Polizei Hamburg, die gemeinsam mit der Bundeswehr einen eigenen Landesteil beübte. Ein Tag voller spannender Szenarien, intensiver Zusammenarbeit und wertvoller Erkenntnisse liegt hinter uns.

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Früher Start, volle Agenda

In aller Frühe füllte sich der Otto-Grot-Saal im Polizeimuseum mit Leben. Nach der offiziellen Begrüßung ging es zum Übungsort – und dann wurde es ernst: Um 10 Uhr fiel der Startschuss für das CBRN-Szenario (Chemisch, Biologisch, Radiologisch, Nuklear). Am Nachmittag folgte die Übung zu USBV (Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen), die mit einem Anwendungsfall der Drohnenabwehr durch die Bundeswehr (Ortung Drohne und Drohnenführende) kombiniert wurde.

GETEX – mehr als nur ein Planspiel

GETEX steht für „Gemeinsame Terrorismusabwehr-Exercise“ und ist weit mehr als ein reines Planspiel. Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Polizei (Bund/Länder) und Bundeswehr bei der Abwehr von Terrorlagen zu trainieren. Im Fokus: Kommunikationswege, Entscheidungsstrukturen und die Bewältigung komplexer Bedrohungsszenarien wie Angriffe auf kritische Infrastruktur, Bundeswehrliegenschaften, Spionage und Sabotage. Die rechtliche Grundlage bildet Artikel 35 GG, der auch Formen der Amtshilfe durch die Bundeswehr ermöglicht.

Das Hamburger Szenario: Zwei Zielpersonen, eine große Bedrohung

Im Hamburger Landesteil wurde es besonders spannend: Hinweise aus dem LKA Schleswig-Holstein führten zu zwei Zielpersonen, die in Hamburg einen terroristisch motivierten Anschlag planten. Die Polizei Hamburg reagierte prompt: Nach der Beobachtung eines konspirativen Treffens und weiterer Vorbereitungshandlungen wurde eine BAO (Besondere Aufbauorganisation) nach der Einsatzkonzeption „Maßnahmen bei der Gefahr von Terroranschlägen“ – VS NfD eingerichtet.

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Teamwork auf allen Ebenen

Die Vorbereitung und Durchführung der Übung lag in den Händen des Fachstabs der Schutzpolizei, SP 22. Mit im Boot: Abteilungen des LKA 2, 3, 4, 5 und 7, die Landesbereitschaftspolizei 5, 6 und 9, das Landeskommando Hamburg der Bundeswehr, das ABC-Abwehrkommando Höxter der Bundeswehr und die Analytische Task Force (ATF) – Bund, das THW sowie die Hamburger Feuerwehr.

Ziele, die verbinden

Im Mittelpunkt standen das Trainieren der Kommunikationswege, die Entwicklung gemeinsamer Entscheidungs- und Verteidigungsstrategien, der strukturierte Informationsaustausch und ein gemeinsames taktisches Vorgehen. Moderne Führungs- und Einsatzmittel kamen zum Einsatz, um die Fähigkeiten aller Beteiligten zu testen und die übergreifende Kommunikation zwischen Bundes- und Landesbehörden weiter zu optimieren. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verstetigung von Verfahren für die Einbindung der Bundeswehr in die Einsatzstruktur der Länder und der Zusammenarbeit militärischer und polizeilicher Führungsstrukturen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Übung war eingebettet in einen mehrtägigen Ablauf: Am Montag stand die Fortbildung der operativen Polizeiführenden des LKA und der SP auf dem Programm, am Dienstag folgten operative verdeckte polizeiliche Maßnahmen, am Mittwoch die Vorbereitung der Übungsorte – und am Donnerstag schließlich der große Übungstag.

Fazit: Gemeinsam stark

Die GETEX 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig und wertvoll die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Organisationen ist. Die Polizei Hamburg bedankt sich bei allen Mitwirkenden, Gästen und Fachbeobachterinnen und -beobachtern für ihr Engagement und ihren Einsatz. 

 

Katharina Dehn, PÖA 2