Polizei Hamburg

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Gedenken an die Sinti und Roma

Erinnerung an die Deportation von Hamburg nach Auschwitz im Jahre 1943

Am 11. März 2025 haben wir an einer wichtigen Gedenkveranstaltung zurErinnerung an die Deportation von über 350 Sinti und Roma vom Hannoverschen Bahnhof nach Auschwitz im Jahr 1943 teilgenommen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Landesverein der Sinti in Hamburg e.V. mit Unterstützung der Roma und Cinti Union Hamburg.

© Polizei Hamburg Von links nach rechts: Frau Viola Horvathova (Vorstandsmitglied Roma und Cinti Union e.V. Hamburg), Herr Arnold Weiß (Vorstandsvorsitzender Landesverein der Sinti in Hamburg e.V.), Herr Ricardo Weiss (Mitglied Roma und Cinti Union e.V. Hamburg), Herr Michel Hündür (Community Policing im IDDF der Polizei Hamburg), Herr Tino Knudsen (Vorstandsmitglied Roma und Cinti Union e.V. Hamburg), Frau Diana Sima (Bildungsberaterin STS Bergedorf), Akteurin im Bereich Sinti und Roma

Rund 100 Gäste, darunter Vertreter*innen aus Politik, der Sozialbehörde, dem LKA 7 und zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, kamen zusammen, um zu gedenken. Zu Beginn wurde mit einer bewegenden Gedenkrede an die Deportierten erinnert, begleitet von Zitaten aus persönlichen Berichten von Überlebenden und Kranzniederlegungen.

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die anhaltende Problematik von Grabplünderungen, besonders am Friedhof Diebsteich in Hamburg. Grabplatten werden gestohlen, Vasen entwendet und Gruften aufgebrochen – ein respektloser Umgang mit der Totenruhe. In den Vorträgen wurde auch auf die mangelnde Aufklärung über Antiziganismus in deutschen Schulen hingewiesen. Das Thema wird im Bildungsplan kaum behandelt, was dazu führt, dass viele junge Menschen nicht genug über die Geschichte und die Diskriminierung von Sinti und Roma wissen.

Am Ende der Veranstaltung gab es eine lebhafte Diskussion und Zeit zum Netzwerken, bei der sich die Teilnehmenden zu Maßnahmen austauschen konnten, um Antiziganismus wirksam zu begegnen. Es war ein wichtiger Schritt, um die Erinnerung wachzuhalten und Verantwortung für eine inklusive Gesellschaft zu übernehmen.

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass der Kampf gegen Diskriminierung weitergeht und dass wir alle dazu beitragen können, das Bewusstsein für die Geschichte der Sinti und Roma zu schärfen und Respekt zu fördern.

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