Polizei Hamburg

Teilnehmende der Erasmus+-Mobilität bei einem gemeinsamen Ausflug
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Mit Erasmus+ zur dänischen Polizeischule nach Vejle

Vejle erleben – zwei Lehrkräfte und acht Auszubildende berichten von ihrer Erasmus+-Mobilität an der dänischen Polizeischule.

Im April 2026 hieß es für zwei Lehrkräfte und acht Auszubildende der Akademie der Polizei Hamburg: Koffer packen, Englisch auffrischen – und auf nach Vejle im Rahmen von Erasmus+. Ziel der Gruppenmobilität war es, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und frische Ideen für die Ausbildung mitzunehmen.

Schon am ersten Tag wurde klar, dass die dänischen Kolleginnen und Kollegen nicht nur gut organisiert sind, sondern auch wissen, wie man Gäste empfängt – inklusive Frühstück, das verdächtig gut war. Neben Einblicken in die dänische Polizeiausbildung (Start erst ab 21, dafür kaum Abbrüche) beeindruckte vor allem die moderne Ausstattung: vom lichtdurchfluteten Campus bis hin zu realistischen Trainings mit „ungefährlichen“ Waffen, die trotzdem für echten Puls sorgten.

Tag zwei führte die Gruppe nach Esbjerg – Hafen, Flughafen, NATO-Bezug inklusive. Zwischen Schiffskontrollen, Röntgengeräten und Streifenwagen-Inspektionen wurde schnell klar: Polizei ist überall ähnlich – und doch im Detail spannend anders. Highlight: mobile Straßensperre (Krähenfüße in einer länglichen Schaumstoffverpackung) im Streifenwagen. Man lernt nie aus.

Am dritten Tag ging es sportlich und kriminalistisch zur Sache. Beim Training („Use of Force“) wurde geschwitzt, in der Tatortwohnung ermittelt und später eine Vernehmung analysiert, die so realistisch war, dass man kurz vergaß, dass es sich „nur“ um eine Übung handelte. Nebenbei blieb genug Zeit für Kaffee – ein fester Bestandteil dänischer Polizeikultur.

Der letzte Tag brachte Einblicke in den echten Dienstalltag in Vejle: von Hundestaffel bis Praktikumssystem. Besonders beeindruckend war die offene Feedbackkultur – hier dürfen auch Nachwuchskräfte ehrlich sagen, was gut läuft und was nicht.

Fazit: Die Mobilität war fachlich wie menschlich ein voller Erfolg. Neben neuen Ideen zu Praxisnähe, Digitalisierung und Ausbildungskonzepten wurde vor allem eines deutlich: Gute Polizeiarbeit braucht Austausch, Offenheit – und manchmal einfach guten Kaffee.

Marit Kümmel (AK34)