Polizei Hamburg

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Einweihung des Gedenkzeichens „denk.mal Fruchtschuppen C“

Am 20. Mai 2025 wurden wir zur Einweihung des Gedenkzeichens „denk.mal Fruchtschuppen C“ im Überseequartier eingeladen. Die Veranstaltung zog rund 200 Gäste an, darunter Betroffene und Familienangehörige von Sinti und Roma, die während der NS-Zeit Opfer von Verfolgung und Tod wurden. Auch die Presse war vor Ort, um über dieses bedeutende Ereignis zu berichten.

© Polizei Hamburg

Wir nahmen gemeinsam mit dem Polizeivizepräsidenten Mirko Streiber sowie Anke Opp, der Leiterin des BMDA, an der Veranstaltung teil. Die Eröffnung des Gedenkzeichens wurde durch mehrere Redebeiträge begleitet, die eindrücklich die historische Bedeutung des Denkmals und die heutige Verantwortung gegenüber der Erinnerungskultur hervorhoben. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, betonte in seinem Beitrag die zentrale Bedeutung des Erinnerns für die demokratische Gesellschaft und die Verpflichtung, die NS-Verbrechen aufzuarbeiten. Er erinnerte daran, dass das Gedenken nicht nur der Vergangenheit gilt, sondern auch für die Gegenwart und Zukunft von Bedeutung ist – als Mahnung gegen Rassismus und Ausgrenzung. Arnold Weiß, Vorsitzender des Landesvereins der Sinti in Hamburg e.V., schilderte eindrucksvoll das Leid der Sinti und Roma unter dem NS-Regime sowie den langjährigen Kampf für Anerkennung und Gerechtigkeit. Rudko Kawczynski, Vertreter der Rom und Cinti Union e.V., ergänzte mit einem Appell gegen fortdauernde Diskriminierung und Ausgrenzung, die auch Jahrzehnte nach dem Holocaust anhalten. Besonders eindrucksvoll waren Passagen aus historischen Quellen des LKA Hamburg, die die systematische Verfolgung und Überwachung der Sinti und Roma auch nach 1945 dokumentierten. Dr. Kristina Vagt und Prof. Dr. Oliver von Wrochem von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sprachen über die Arbeit der Stiftung, Gedenkorte zu schaffen und zu erhalten, die das Gedenken lebendig halten und zu demokratischer Bildungsarbeit beitragen. 

© Polizei Hamburg

Die Veranstaltung wurde durch musikalische Beiträge und eine Lesung aus Zeitzeugenberichten bereichert. Die authentischen Berichte ermöglichten den Gästen, die Schicksale der Opfer nachzuvollziehen und förderten ein tiefes Verständnis für das Ausmaß von Leid und Unrecht. Ein zentraler Aspekt der Erinnerung war die kritische Reflexion der Rolle der Hamburger Polizei. Die Geschichte zeigt, dass nach der NS-Zeit nicht alle staatlichen Strukturen konsequent reformiert wurden. Teile der Polizei überwachten und diskriminierten Sinti und Roma bis in die 1980er Jahre weiterhin systematisch. U. a. das Bewusstsein über historische Unrechtsstrukturen tragen dazu bei, dass sich die Polizei Hamburg heute im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit sehr engagiert.  Im Anschluss an die Veranstaltung wurden Blumenkränze am Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ niedergelegt. 

Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Polizei Hamburg, Mirko Streiber, legten wir einen Kranz nieder

© Polizei Hamburg

 und nahmen an der Schweigeminute teil, um der Opfer zu gedenken. Diese Veranstaltung ist ein bedeutender Beitrag zur Erinnerungskultur in Hamburg und ein wichtiges Signal, dass gesellschaftliche Verantwortung aktiv übernommen wird – gerade auch in Zeiten, in denen Rechtsextremismus und Rassismus wieder erstarken.

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