Polizei Hamburg

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Einsatz am 20. Juni: Nachhaltige Lösungen für den Gertrudenkirchhof in Hamburg

Am Freitag, den 20. Juni, wurde das IDDF der Polizei Hamburg aktiv, nachdem vermehrt Hinweise auf eine schwierige Lage am Gertrudenkirchhof und den Alstertreppen eingingen. Dort hielten sich vor allem unbegleitete oder alleinstehende junge Geflüchtete aus der Ukraine auf, viele von ihnen in Erstaufnahmeeinrichtungen oder Unterkünften im Hamburger Stadtgebiet untergebracht.

Die Jugendlichen konsumierten regelmäßig und in großem Umfang starken Alkohol – teilweise trotz ihres jungen Alters. Dieses Verhalten führte nicht nur zu gefährlichen Situationen, etwa weil sie trotz Verboten auf Binnenschiffe stiegen und fast ins Wasser fielen, sondern auch zu Bedrohungen durch Dritte sowie zu teils heftigen Auseinandersetzungen. Nach wiederholten Beschwerden der Security im ehemaligen Karstadt-Sport („Jupiter“) verlegten die Jugendlichen ihren Aufenthaltsort zum Gertrudenkirchhof, was zu verstärkten Beschwerden von Anwohner*innen und einem Fokus auf die Polizei auch auf politischer Ebene führte.

Im Zuge der Koordination begleitete unserer Community Officer Michel Hündür eine Streife des SPE Alster der DGOA des PK14. Gemeinsam mit der Leitung der DGOA Lars Osburg bestreiften wir die genannten Ortschaften. Das bestehende Sicherheitskonzept an den Alstertreppen trägt bereits Früchte: Trotz großer Besucherzahl bei schönem Wetter herrschte eine entspannte, durchmischte und friedliche Atmosphäre. Am Gertrudenkirchhof selbst gab es keine besonderen Vorkommnisse.

Auch, wenn wir keine Jugendlichen mit den beschriebenen Verhaltensweisen antrafen, war der Streifengang wichtig, um die örtlichen Gegebenheiten besser zu verstehen und den tatsächlichen Unterstützungsbedarf einzuschätzen. Der intensive Austausch mit der DGOA-Führung hilft dabei, die richtigen Schritte für eine nachhaltige Lösung zu planen. 

Das IDDF arbeitet nun gemeinsam mit dem Dachverband der Ukrainer und dem PK14 daran, ein langfristiges Konzept zu entwickeln, um die Herausforderungen nachhaltig zu bewältigen, die Sicherheit zu erhöhen und den öffentlichen Raum für alle sicher und lebenswert zu gestalten. Hierzu werden Sicherheits- und Handlungskonzepte aus Polizeien anderer Bundesländer, Ideen von ukrainischen Sozialarbeiter*innen und Erfahrungswerte unserer Polizei betrachtet.

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