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Die Wasserschutzpolizei-Schule wird 80 Jahre alt – Tradition trifft auf Moderne

Aus alt mach neu

Das Hauptgebäude der Wasserschutzpolizei-Schule (WSPS) im Veddeler Damm blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Im Zweiten Weltkrieg war es schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. 

Das sieht heute natürlich ganz anders aus! Nach Kriegsende kam es auf Initiative der britischen Militärregierung zur Sanierung des Gebäudes und Gründung der WSPS. Mittlerweile erstrahlt die Schule mit Sporthalle, modernen Unterkünften und Unterrichtsräumen in neuem Glanz. 

 

Von Schleswig-Holstein bis nach Bayern – Fast alle mit dabei

Die WSPS kommt nicht nur den Hamburger Kolleginnen und Kollegen zu Gute:  Sie ist vielmehr zentrale Aus- und Fortbildungsstätte für die Polizistinnen und Polizisten der Wasserschutzpolizeien aus 15 Bundesländern. 1.300 Personen nehmen jedes Jahr an Lehrgängen teil. 

Und übrigens: Auch Angehörige der Feuerwehr, der Seenotretter und anderer maritimer Behörden werden an der WSPS fortgebildet. 

35 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen zwölf als abgeordnete Lehrkräfte der Bundesländer tätig sind, sorgen für die notwendige Ausbildung und Organisation. Die fest eingesetzten Kolleginnen und Kollegen werden derzeit sogar noch von weiteren Lehrkräften der Länder unterstützt, weil ein Generationenwechsel in der Wasserschutzpolizei und damit einhergehende Einstellungsoffensiven zu einem erhöhten Aus- und Fortbildungsbedarf führen. 

 

Stein auf Stein

Neben dem Personal wurde auch der Platz an der WSPS knapp. Die Lösung erbrachte ein im Jahr 2023 fertiggestellter Erweiterungsbau auf dem Schulgelände, der als Wohnheim mit 21 Zimmern und als Schulungsgebäude dient. 

© Polizei Hamburg Symbolische Schlüsselübergabe, v.l.n.r.: damaliger Sprinkenhof Geschäftsführer Martin Görge, Staatsrat Thomas Schuster, damalige Vorsitzende des Kuratoriums der Wasserschutzpolizei-Schule Frau Merve Schröder und Leiter der WSPS Frank Möller

 

Im Wandel der Zeit

Und nicht nur baulich hat sich an der WSPS einiges getan: Die AG Aus- und Fortbildung hat Form und Inhalte auf den Prüfstand gestellt und Lehrpläne angepasst. Auch Online-Formate haben sich etabliert. 

Auf technische Störungen der Boote werden die Polizistinnen und Polizisten der WSPS mit einem Maschinensimulator vorbreitet; dieser dient der Ausbildung im Bereich der Antriebe und Hilfsaggregate, denn es gilt: Auf dem Wasser kommt kein ADAC! 

Digitales Lernen ist auch dank der mit den neuen Technologien aufgewachsenen „Digital Natives“ auf dem Vormarsch. Die WSPS hat reagiert. Ein besonderes Highlight stellt der neue Schiffsfahrsimulator dar, der die Standards an die Ausbildung von Schiffsbesatzungen nach neuestem europäischem Recht erfüllen soll und sie auf ein neues Level hebt: Vom realistischen Nachbau der Kommandobrücke können See- und Flussgebiete mit originalgetreuen Nachbildungen von Funkstreifenbooten durchfahren werden. Sogar die Fahreigenschaften der unterschiedlichen Funkstreifenboote wurden nachempfunden – Ein echter Mehrwert! Hier sollen Verkehrsregeln auf dem Wasser ebenso realitätsnah vermittelt werden wie das Verhalten von Wasserfahrzeugen in unterschiedlichen Gewässern.

© Polizei Hamburg Regie des Schiffsfahrsimulators – Von hier überwachen die Lehrkräfte die Übungen.
© Polizei Hamburg Der Schiffsfahrsimulator im Einsatz: So wird die Flussfahrt realistisch nachgestellt.

Die Zukunft kann also kommen!

Wir wünschen der WSPS zu Ihrem 80-jährigen Bestehen alles Gute!

 

Nikolas Vinzent von der Wroge