Polizei Hamburg

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Das LKA7 und IDDF klären im Rahmen eines „Klönschnack“ auf

Der Verein Hamburger Deutsch-Türken e.V. organisiert kulturelle, politische und soziale Aktivitäten und versteht sich als Sprachrohr für türkisch- und deutschstämmige Jugendliche in Hamburg. Bei einem ersten Auftakt im Jahr 2023 haben wir im Format Klönschnack über die Themen Migration und Polizei sowie Einstellungsvoraussetzungen bei der Polizei gesprochen (siehe hierzu unseren Jahresbericht 2023). Für das Jahr 2024 wurde das IDDF erneut zum Themenabend „Soziale Medien“ eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen von Hass und Hetze im Internet auf unsere Gesellschaft und die Fragen, wo die Meinungsfreiheit endet, was wir gegen Hass im Netz tun können welche Auswirkungen sich für Opfer ergeben können. 

Die polizeiliche Zuständigkeit für die originäre Bearbeitung von Hasskriminalität liegt beim Landeskriminalamt 7 (LKA). Dort werden alle Fälle politisch motivierter Kriminalität bearbeitet. Dankenswerterweise konnten wir für das Format Klönschnack den Sachgebietsleiter Thorsten Balcke und die stellvertretende Sachgebietsleiterin Elisabeth Limbach vom LKA73 gewinnen, die durch den Abend führten. Sie erläuterten den Anwesenden anhand von Beispielen, was alles unter Hasskriminalität zu verstehen ist und erklärten, wie die Strafverfolgung abläuft und welche Rolle die Polizei dabei spielt. Außerdem wurde erörtert, welche Maßnahmen der Staat unternimmt, um dem Thema zu begegnen. Der Austausch war sehr lebendig, auch deshalb, weil viele Teilnehmenden selbst Erfahrungen mit Hass im Netz gemacht hatten und darüber ins Gespräch gekommen sind. 

Im Nachgang der Veranstaltung wurde einmal mehr deutlich, dass solche Formate für beide Seiten gewinnbringend sind. Das aufgeschlossene und neugierige Publikum konnte viele Fragen klären und neue Informationen über den Umgang mit Hasskriminalität mitnehmen. Zudem konnte den Teilnehmenden nachdrücklich vermittelt werden, dass das LKA7 sehr daran interessiert ist, die Anzeigebereitschaft von Opfern von Hasskriminalität zu erhöhen. Über den Abend äußerte sich SGL’in Frau Limbach wie folgt:

„Wir waren zutiefst betroffen und emotional berührt, wie die Teilnehmenden alltägliche Fremdenfeindlichkeit erleben – sei es bei Bewerbungsgesprächen, bei der Wohnungssuche oder in anderen Situationen. Es hat uns wieder einmal die Augen geöffnet, welchen negativen Erfahrungen so tolle, emanzipierte junge Frauen und Männer aufgrund ihres Aussehens oder ihres Namens ausgesetzt sein können“.