Polizei Hamburg

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Das IDDF zu Besuch bei der Türkischen Gemeinde Hamburg

Am 5. September 2024 haben wir uns mit dem Vorstand der Türkischen Gemeinde Hamburg (TGH, Link zur Webseite der TGH e.V.) unter Leitung von Murat Kaplan getroffen, um einerseits über die strukturellen und personellen Veränderungen am IDDF zu informieren, aber auch, um sich darüber auszutauschen, wie eine Zusammenarbeit zwischen der TGH und der Polizei noch tragfähiger gestaltet werden könne. Die TGH ist ein eingetragener Verein und existiert seit 1986. Dabei vertritt die TGH als großer Dachverband die Interessen von zurzeit 26 Mitgliedsorganisationen. In Hamburg haben rund 45.000 Menschen die türkische Staatsangehörigkeit. Insgesamt haben in Hamburg jedoch rund 90.000 Menschen biographische Bezüge zur Türkei. Für viele von ihnen ist die TGH eine wichtige Adresse, wenn es um Kunst, Kultur, Gedenkveranstaltungen, Integration, Beratung oder den Draht in die Politik und zur Polizei geht. 

Zunächst kreiste das Gespräch um die Frage, wie sich Sicherheit und Kriminalität in den verschiedenen Stadtteilen Hamburgs in den letzten Monaten entwickelt haben. Dabei wurde auch problematisiert, wie die Polizei von jungen Türkinnen und Türken heutzutage wahrgenommen wird und wie es gelingen kann, das Vertrauen in die Polizei noch weiter zu stärken. 

Die TGH berichtete über die Zusammenarbeit mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Religionsgemeinden in der Stadt sowie über das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder bezogen auf gesellschaftliche Prozesse und Entwicklungen. Freiwilliges Engagement und eine aktive Zivilgesellschaft sind ein wichtiger Gradmesser für die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt. Durch freiwilliges Engagement wird deutlich, dass es den Menschen wichtig ist, ihre Stadt und das gesellschaftliche Zusammenleben mitzugestalten. Dafür sind sie auch bereit, zeitliche und finanzielle Ressourcen aufzuwenden. 

Intensiv haben wir die Themen Extremismus und Nationalismus diskutiert. Die TGH äußerte Ängste und Befürchtungen ihrer Mitglieder, die Gesellschaft würde sich gegenwärtig zurück in extremistische und nationalistische Denkweisen entwickeln. In diesem Zusammenhang wurde diskutiert, welche Schritte die Polizei und die TGH gemeinsam unternehmen können, um unsere liberale Demokratie vor demokratiefeindlichen Einflüssen zu schützen. 

Ein weiteres zentrales Thema war der politische Diskurs der letzten Jahre über Migration und Zuwanderung, der viele Mitglieder der TGH stark beschäftigt und auch beunruhigt. Es wurde betont, dass ein sensibler, transparenter und offener Umgang mit diesen Themen für den sozialen Frieden wichtig ist.

Zum Abschluss des Treffens wurde der Wunsch nach einem regelmäßigen Austausch und einer engeren Zusammenarbeit zwischen der TGH und der Polizei bekräftigt. Beide Seiten begrüßten die Idee, den Dialog zu verstetigen, um langfristig das Vertrauen zu stärken und gemeinsam an Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu arbeiten. 

Vielen Dank für die Einladung zu diesem konstruktiven, ehrlichen und offenen Gespräch!

© Polizei Hamburg Gemeinsames Bild mit den Mitgliedern des Vorstands der türkischen Gemeinde Hamburg und der Leitung des Instituts für Demokratie, Diversität und Führung.