Polizei Hamburg

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Brücken bauen

Polizei Hamburg und kurdische Community im Dialog

Nach dem Sturz von Präsident Baschar Al-Assad im Dezember 2024 und der Machtübernahme durch die syrische Übergangsregierung unter Präsident Al Schaara eskalierten die Spannungen in Syrien, insbesondere im Nordosten, einer Region, die seit 2012 von kurdischen Kräften kontrolliert wurde. Die neue Regierung forderte die Integration der kurdischen Milizen in die syrische Armee, was zu heftigen Gefechten und zahlreichen zivilen Opfern führte. Diese Entwicklungen lösten weltweit Proteste aus – auch in Hamburg, wo die letzten Monate Tausende Menschen auf die Straße gingen, um ihre Solidarität mit den Kurden in Syrien zu zeigen. Vor diesem Hintergrund organisierte das Institut für Demokratie, Diversität und Führung (IDDF) der Akademie der Polizei Hamburg auf Anfrage der Versammlungsbehörde und des zuständigen Polizeikommissariats ein Treffen zwischen Vertreter*innen der protestierenden kurdischen Community und der Polizei. Ziel war es, einen offenen Dialog zu ermöglichen, die Sorgen und Perspektiven der kurdischen Teilnehmenden zu hören und gemeinsam Lösungen für die Sicherheitsbedenken während der Demonstrationen zu finden.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage, wie die Kommunikation zwischen Demonstrierenden und Einsatzkräften verbessert werden kann. Die Teilnehmenden diskutierten offen über Barrieren, Missverständnisse und den Wunsch nach mehr Transparenz seitens der Polizei. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Versammlungen und der Umgang mit Symbolen bei Protesten wurden intensiv besprochen. Vertreter*innen der Polizei erläuterten Abläufe und Hintergründe, während die Community ihre Sichtweisen und Erfahrungen einbrachte. Die Veranstaltung war bewusst als Auftakt für einen fortlaufenden Dialog geplant. Künftig sollen weitere Akteur*innen der kurdischen Diaspora einbezogen werden, um die Vielfalt der Perspektiven innerhalb der Community abzubilden. Das IDDF wird diesen Prozess weiterhin begleiten und als Brücke zwischen Polizei und Zivilgesellschaft fungieren.

Die Veranstaltung war ein wichtiger Schritt hin zu mehr Vertrauen, Transparenz und Zusammenarbeit. Beide Seiten zeigten sich offen für neue Wege und gemeinsame Lösungen.

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