#Miese Masche

Eine perfide Masche des Telefonbetruges führt dazu, dass überwiegend ältere Bürger ihre gesamten Ersparnisse verlieren.

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#Miese Masche

Nach dem erfolgreichen Video "Rettungsgasse freihalten" entstand nun in Zusammenarbeit mit dem Miniatur-Wunderland ein neues Video, welches die gesamte Bevölkerung auf diese perfide Masche aufmerksam machen soll.

Am 24. September 2019 wurde der Film im Miniatur-Wunderland in der Speicherstadt der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben den Gründern des Minatur Wunderland Frederik und Gerrit Braun waren bei diesem Medientermin auch Polizeipräsident Ralf Martin Meyer und Polizeipressesprecher Timo Zill anwesend.

Mittlerweile haben sich den mit viel Liebe zum Detail produzierten Präventionsfilm schon über 1 Million Menschen angesehen. Nehmen auch Sie sich einen Moment Zeit und schauen Sie sich das Video über die #Miese Masche einmal an.

Wie in diesem Video, werden die Angerufenen in abenteuerliche Geschichten von Einbrechern, kriminellen Bankmitarbeitern und korrupten Polizisten verstrickt um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Die Anrufe ziehen sich über Tage, teilweise über Wochen hin und setzen die Angerufenen massiv unter Druck.

Egal welche Variante gewählt wird – es gibt nur ein Ziel: Ihr Geld!

Wie gehen die Täter vor?

Die Angerufenen, die sich als wichtige Unterstützer polizeilicher Ermittlungen sehen, übergeben hohe Summen an Bargeld / Wertsachen, hinterlegen diese oder überweisen Ihr Erspartes direkt an die Täter… das Geld weg!

Woran erkenne ich einen “Call-Center-Betrug“?

  • Angebliche Polizeibeamte melden sich per Telefon und erzählen eine Geschichte von festgenommenen Straftätern, bei denen eine Liste von geplanten Einbrüchen sichergestellt wurde. Auf dieser Liste würde auch der Name des Angerufenen stehen.
  • Nun eröffnet sich dem potentiellen Opfer aber die eigentliche Geschichte, denn der “Polizeibeamte“ erklärt nun, dass  Bankmitarbeiter, von der Hausbank des Angerufenen, Kontakt zu den Einbrechern hätten und mit ihnen “unter einer Decke stecken“ würden. Diese Bankmitarbeiter würden bei der Auszahlung von Geldern dieses in Falschgeld tauschen und das echte zurückbehalten.
  • Zur Ermittlungsunterstützung müsse der oder die Angerufene eine hohe Summe Geld (sonst würde sich die Tat nicht lohnen) vom Konto abheben. Dann sei es unabdingbar, dieses Geld zur Überprüfung der „Polizei“ zu übergeben- damit können die Täter angeblich überführt werden.
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    Hierbei werden nicht nur die Bankmitarbeiter diskreditiert, sondern auch die örtliche Polizei. Diese ist angeblich korrupt und unterstützt angeblich das verbrecherische Handeln. Verwandte und Freunde dürfen nicht informiert werden, um diese nicht in Gefahr zu bringen und um die Ermittlungen nicht zu gefährden. All diese Behauptungen sind falsch und dienen lediglich dazu, eventuell kritische Nachfragen bei den entsprechenden Stellen im Keim zu ersticken!

    Um überzeugend zu wirken, werden diese Anrufe von folgenden Besonderheiten begleitet:

    Call ID-Spoofing

    Es ist den Tätern technisch möglich, die Anzeige im Telefondisplay so zu fälschen, dass echte Telefonnummern, z.B. die des Bundeskriminalamtes oder einer Polizeidienststelle angezeigt werden. Damit fühlt sich der Anrufer in seiner Rolle als Unterstützer der „Polizei“ sicher.

    Internetdienste

    Durch die Täter werden unterschiedliche Internetdienste (zum Beispiel Google Mapsetc. ) genutzt, um über das Wohnumfeld des Angerufenen genau Bescheid zu wissen und somit im Gespräch überzeugend zu wirken.

    Die Angerufenen sprechen in den Telefonaten mit unterschiedlichsten Personen, wie z.B. angeblichen weiteren Ermittlern, Observationsleitern, Staatsanwälten etc., um den Angerufenen immer tiefer in die Geschichte zu verstricken. All diese Personen gehören zu den Betrügerbanden.

    Wie kann ich mich schützen?

    Um nicht selbst Opfer eines solchen „Call-Center-Betruges“ zu werden, beachten Sie folgende Hinweise der Polizei:

    • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl… und lassen Sie sich Zeit, diese Anrufe zu überdenken!
    • Wenden Sie sich an eine Person Ihres Vertrauens – egal, welche Anweisungen Sie vom Anrufer erhalten haben!
    • Kürzen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch ab. Die Täter suchen ihre potentiellen Opfer gezielt nach altmodisch klingenden Vornamen aus.
    • Legen Sie im Zweifel einfach den Telefonhörer auf. Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit!

    Bedenken Sie:

    • Die Polizei erfragt keine Bankdaten wie Kontonummer, Kontostand oder Inhalt vom Schließfach! Auch fragt sie nicht nach Verstecken von Wertsachen und Geld bei Ihnen zu Hause.
    • Die Polizei setzt Sie niemals unter dem Vorwand, Ermittlungsbehörden unterstützen zu müssen, unter Druck!
    • Die Polizei wird Sie niemals auffordern, Geld von der Bank abzuheben und dies z.B. zur Übergabe vor dem Haus zu deponieren oder an einen vermeintlichen Polizisten zu übergeben!

    Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten haben, wählen Sie die 110 oder zeigen sie den Vorfall  unbedingt bei Ihrem zuständigen Polizeikommissariat an.

    Es gibt endlos viele Varianten des Ablaufs von solchen Telefonanrufen. Die Anrufer haben es jedoch IMMER AUF IHR GELD abgesehen!
    Sind Sie Opfer eines Call-Center-Betruges geworden, gibt es in Hamburg zahlreiche Opferhilfeeinrichtungen, an die Sie sich wenden können.

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