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20 Jahre Onlinewache

— der digitale Weg zur Polizei

In diesem Jahr feiert die Onlinewache der Polizei Hamburg ihren 20. Geburtstag. Vor zwei Jahrzehnten klang es noch fast futuristisch, bequem vom Sofa aus eine Strafanzeige zu erstatten. Heute ist genau das gelebter Alltag. Die Onlinewache ist längst kein digitales Experiment mehr, sondern ein fester und unverzichtbarer Bestandteil moderner Polizeiarbeit.

 

Ihr größter Pluspunkt liegt auf der Hand: Bürgerinnen und Bürger können rund um die Uhr und ganz unkompliziert Anzeigen erstatten, ohne den Weg zur Dienststelle antreten zu müssen. Über ein sicheres Online-Formular werden die Angaben verschlüsselt übermittelt und automatisch an das zuständige Polizeikommissariat weitergeleitet — transparente Datenschutzregeln sorgen für Vertrauen. Gerade für Menschen, die nach einer Straftat nicht persönlich erscheinen möchten oder können, ist das ein echter Erleichterungsfaktor.

 

Doch die Onlinewache kann längst mehr als "nur" klassische Strafanzeigen. Auch Hinweise, Meldungen oder Beobachtungen lassen sich digital übermitteln. Die Hemmschwelle ist niedrig und genau das zahlt sich aus. Denn auch kleinere Vorfälle oder verdächtige Situationen finden so ihren Weg zur Polizei und werden zu wertvollen Bausteinen unserer täglichen Arbeit.

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Auch formale Anliegen lassen sich online erledigen: Wie zum Beispiel die Möglichkeit, Hassrede oder verdächtige Inhalte im Netz über spezielle Formulare, bspw. für Hate Speech, direkt zu melden. Polizeiarbeit mit Klick — schnell, direkt und zeitgemäß.

 

Von dem digitalen Angebot profitiert auch die Polizei selbst. Weniger manuelle Erfassung bedeutet weniger Übertragungsaufwand und weniger Kleinvorgänge, die persönlich bearbeitet werden müssen. Stattdessen sorgen effizientere Abläufe für eine spürbare Entlastung der Dienststellen. Gleichzeitig sinken die Hürden für Bürgerinnen und Bürger, überhaupt eine Anzeige zu erstatten. Das Ergebnis: mehr Kontakt, mehr Vertrauen und ein moderner Draht zwischen Polizei und Bevölkerung — Polizeiservice auf der Höhe der Zeit.

Im polizeilichen Alltag heißt das: Mehr digitale Vorgänge, die direkt im System landen, weniger Papier, weniger Wege, mehr Effizienz. Und ein klares Signal: Die Polizei Hamburg ist nicht nur auf der Straße für die Menschen da, sondern ebenso im Netz — serviceorientiert, bürgernah und zeitgemäß.

 

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Zum Jubiläum haben wir uns außerdem mit unserem Kollegen Steffen getroffen, dem zuständigen Sachbearbeiter für die Onlinewache beim LKA. Mit spürbarer Begeisterung berichtete er, was die Onlinewache heute besonders gut kann und wo sie sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt hat. 

Steffen: „Im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) nutzt die Polizei Hamburg seit März 2023 die Onlinewache aus dem Saarland. Das bringt spürbare Verbesserungen für Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Polizei — darunter Pflichtfelder, der digitale Strafantrag, eine sofortige Bestätigung der Anzeige per E-Mail sowie die Möglichkeit für Nutzerfeedback. Bald sollen insgesamt 15 Bundesländer daran teilnehmen.“

Auch technisch ist die Onlinewache gut aufgestellt, berichtet Steffen und weiter: „Es wird kontinuierlich an neuen Funktionen gearbeitet, etwa an Mehrsprachigkeit, dem Upload von Beweismitteldaten, Großkundenzugängen für die automatisierte Übersendung von Strafanzeigen —aktuell in der Umsetzung für Ladendiebstahl und ab kommendem Jahr auch für die Hochbahn— sowie an einem digitalen Anhörbogen.“

Zum Abschluss verrät uns Steffen, dass vergangenes Jahr um die 39.000 Strafanzeigen und 1.660 Hinweise bei der Onlinewache eingegangen sind – Tendenz zum Vorjahr leicht steigend. 
Im Ranking liegt dabei die Betrugsanzeige mit rund 13.600 Eingängen auf dem ersten Platz.
Gefolgt von …

Andere:                               11150

Diebstahl:                           9364

Sachbeschädigung:        4208

Hass und Hetze:              843

 

Wir gratulieren unserer fleißigen digitalen Kollegin sowie allen Beteiligten und wünschen alles Gute zum Jubiläum.
 

Nach zwanzig Jahren ist die Onlinewache kein Geheimtipp mehr, sondern ein etabliertes, modernes Bindeglied zwischen Bevölkerung und Polizei. Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Service aufgebaut, weiterentwickelt und täglich mit Leben füllen. Auf viele weitere Jahre, in denen wir mit Klicks statt Papier neue Wege gehen!

 

Katharina Dehn, PÖA 2