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10 Jahre im Dienst der Seele - Patrick Klein feiert Jubiläum

Seit zehn Jahren begleitet Patrick Klein als evangelischer Polizeiseelsorger unsere Kolleginnen und Kollegen - mit offenen Ohren, wachem Herzen und einem feinen Gespür dafür, was Menschen in Uniform manchmal zwischen den Zeilen bewegt.

Seelsorge im Polizeialltag bedeutet nicht nur, in schweren Momenten da zu sein. Sie heißt auch: zuhören, Mut machen, Kraft geben, Orientierung bieten - und manchmal einfach gemeinsam schweigen. In diesen zehn Jahren war Patrick für viele ein wichtiger Halt, ob nach belastenden Einsätzen, in persönlichen Krisen oder in den leisen Gesprächen zwischendurch.

Dieses Jubiläum ist ein schöner Anlass, zurückzuschauen - auf Begegnungen, auf Dankbarkeit, auf all die Erfahrungen, die Patrick in seiner Aufgabe gesammelt hat. Und ebenso nach vorn: auf das, was er sich für die kommenden Jahre wünscht - für sich selbst und für uns als Polizei.

 

Unsere Fragen an Patrick zum Jubiläum:


Wofür bist du nach zehn Jahren Seelsorge am meisten dankbar?

"Am meisten dankbar bin ich für die Offenheit, auf die ich gestoßen bin. Für die vielen offenen Türen und das Vertrauen, das mir immer wieder entgegengebracht wurde. Das ist für mich ein großes Geschenk."

 

Welche Begegnung oder Geschichte hat dich in dieser Zeit besonders geprägt?

"Sehr prägend war für mich die Zeit rund um den G20-Gipfel. Dort habe ich gespürt, was es bedeutet, mitten in Gewalt und Protesten präsent zu sein. Ich habe erlebt, welchen enormen Belastungen Kolleginnen und Kollegen ausgesetzt waren - und wie wichtig es ist, dann einfach ansprechbar zu sein, zuzuhören und da zu bleiben. Und ich habe auch meine eigenen Grenzen erfahren dürfen.“

 

Wenn deine Arbeit ein Bild oder ein Lied wäre - welches käme dir in den Sinn?

"Ganz klar: You'll never walk alone. Dieses Lied drückt aus, dass niemand alleine durch schwierige Zeiten gehen muss. Genau das ist für mich Seelsorge - Wegbegleitung, manchmal leise, aber immer spürbar. Und wichtig ist mir auch: Seelsorge ist keine Einbahnstraße. Viele Kolleginnen und Kollegen fragen auch, wie es mir selbst geht. Das zeigt, dass es nicht nur ums Kümmern in eine Richtung geht, sondern um echte Begegnung."

 

Und wenn du dir für die nächsten zehn Jahre etwas wünschen dürftest - für dich, aber auch für uns als Polizei - was wäre das?

"Mein Wunsch ist, dass die Polizei weiterhin ein Ort bleibt, an dem Menschen füreinander da sind - mit Offenheit, Vertrauen und Kollegialität. Und ich wünsche mir, dass es auch in Zukunft so bleibt, dass niemand denkt, es sei eine Schwäche, wenn man Hilfe annimmt. Für mich persönlich hoffe ich, dass ich gesund bleibe, Freude an meinem Dienst habe und diese Aufgabe noch lange ausüben darf."

 

Lieber Patrick, danke für das Gespräch und auf die nächsten Jahre zusammen!

 

Susanne Binnewies, PÖA 2