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Gemeinsam Brücken bauen

Internationaler Tag der Toleranz

Vergangenen Sonntag jährte sich der Internationale Tag der Toleranz zum 30. Mal. Am 16. November 1995 von der UNESCO ins Leben gerufen, steht er seither ganz im Zeichen des friedlichen Miteinanders und der Vielfalt. Seit 2021 beteiligt sich die Polizei Hamburg jährlich mit einem eigenen Veranstaltungsformat an diesem wichtigen Gedenktag, der sich inzwischen als feste Tradition sowohl innerhalb der Polizei als auch in der Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung etabliert hat.

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt im Rahmen der Auftaktveranstaltung 2021 haben wir unser Engagement für ein diskriminierungsfreies Miteinander – intern wie extern – deutlich gemacht. In diesem Jahr hat das IDDF (Institut für Demokratie, Diversität und Führung) der Polizei Hamburg gemeinsam mit dem BMDA (Beschwerdemanagement und Disziplinarangelegenheiten) und der PÖA (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) ein besonderes Event organisiert und das Thema „Polizei und Zivilgesellschaft gemeinsam für diskriminierungsfreies und demokratisches Miteinander“ in den Mittelpunkt gestellt.

Bereits im März 2025 hatte das IDDF im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ein beeindruckendes Kunstprojekt initiiert. Mit dabei: die Jüdische Gemeinde, die muslimische MTO Sufismus-Gemeinde Hamburg, der Verein BeBoldly e.V. für die Schwarze Community in Deutschland und die Stadtteilwerkstatt St. Pauli, die sich speziell im Bereich Antiziganismus engagiert. Auch Nachwuchskräfte der Akademie der Polizei Hamburg waren mit vollem Einsatz dabei. Ziel war es, gemeinsam mit den Communities, die selbst immer wieder von Diskriminierung betroffen sind, ein starkes Zeichen gegen jegliche Form von Ausgrenzung zu setzen – insbesondere gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – und gleichzeitig für Vielfalt und gegenseitigen Respekt einzutreten.

Das Herzstück der Aktion: Ein Kunstprojekt auf fünf großen MDF-Platten, das verschiedene Formen von Diskriminierung – darunter antimuslimischer und antischwarzer Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus – aus Sicht der Betroffenen darstellt. Die Werke wurden symbolisch durch eine imaginäre Brücke miteinander verbunden – ein starkes Bild für Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis.

Die gestrige Veranstaltung zum Tag der Toleranz bot nun die perfekte Bühne, um dieses Kunstprojekt und die beteiligten Organisationen noch einmal ins Rampenlicht zu rücken. Mit rund 120 geladenen Gästen – darunter Vertretende zivilgesellschaftlicher Organisationen, migrantischer Communities, Religionsgemeinden, der Stadtverwaltung, der Polizeiführung sowie Nachwuchskräfte der Akademie der Polizei – war die Veranstaltung bestens besucht.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den stellvertretenden Leiter der André Malick und weiteren Grußworten der Leiterin des IDDF Frau Sonja Clasing sowie der Leiterin des BMDA Anke Opp – wurde das Kunstprojekt aus den Internationalen Wochen gegen Rassismus vorgestellt. Ein Kurzvideo zeigte die Entstehung der Werke und die Bedeutung der Brücke als verbindendes Element. 

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Auch unser Polizeipräsident Falk Schnabel ließ es sich bei diesem wichtigen Thema nicht nehmen und hielt einen Redebeitrag.

Besonders bewegend: Die Vorsitzenden der beteiligten vier Communities teilten ihre Eindrücke und erzählten, wie das Kunstprojekt ihre Arbeit im Kampf gegen Rassismus bereichert hat. Die Kunstwerke waren allesamt auf der Veranstaltung ausgestellt und wurden um ein weiteres Überraschungs-Highlight ergänzt: Eine sechste Platte, auf der alle Gäste im Verlauf der Veranstaltung unterschreiben und eine Widmung hinterlassen konnten – ein lebendiges Symbol für Vielfalt und Gemeinschaft.

In der anschließenden Bühnen-Diskussion ging es um die Frage: „Polizei und Zivilgesellschaft gemeinsam für diskriminierungsfreies und demokratisches Miteinander“. Hier wurde deutlich, wie wichtig der offene Dialog und die Zusammenarbeit sind, um Vorurteile abzubauen und Vertrauen zu schaffen. Dies wurde nochmal bei der anschließende Q&A – Runde mit reger Beteiligung aus dem Publikum unterstrichen. 

Natürlich durfte auch der interkulinarische Austausch nicht fehlen: Beim Buffet gab es typische Speisen aus den verschiedenen Kulturkreisen – begleitet von Musik, die das Event kulturell bereicherte und für eine entspannte Atmosphäre sorgte.

Zum Abschluss blieb viel Zeit für offenen Austausch und Netzwerken. Die Gäste konnten ihre Eindrücke teilen, Fragen stellen und gemeinsam die sechste Platte gestalten.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Polizeiverein Hamburg e.V. für die wichtige Unterstützung an diesem Abend.

Fazit:

Der Internationale Tag der Toleranz 2025 war ein voller Erfolg und hat gezeigt, wie viel bewegt werden kann, wenn Polizei und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen. Durch kreative Kunstaktionen, persönliche Geschichten und den interkulturellen Austausch wurde ein starkes Zeichen für Toleranz und Vielfalt gesetzt.

 

Katharina Dehn, PÖA 2