Scholz und Merkel danken den Einsatzkräften

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz haben die gewalttätigen Ausschreitungen und die entfesselte Gewalt während des G20-Gipfels in Hamburg auf das schärfste verurteilt. "Wer so handelt, dem geht es nicht um politische Kritik oder um ein besseres Leben für andere," sagte die Kanzlerin am Sonnabend Nachmittag. Merkel und Scholz sagten den Opfern von Gewalt Hilfe zu.

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Scholz und Merkel danken den Einsatzkräften

Während eines Besuchs bei den Einsatzkräften dankte Bürgermeister Olaf Scholz den Beamtinnen und Beamten für ihren "heldenhaften Einsatz" während der vergangenen Tage. Sie hätten Großartiges geleistet und sich gegen schlimme Gewalttäter zur Wehr gesetzt. "Ihnen gebührt unser Dank", sagte Scholz. "Was wir gesehen haben, sind schlimme Bilder und schlimme Exzesse". Es sei bedrückend, das dies trotz sorgfältiger Vorbereitung der Einsatzkräfte nicht habe verhindert werden können. Dennoch müsse es möglich sein, in demokratischen Staaten und weltoffenen Städten wie Hamburg solche Gipfel stattfinden lassen zu können. "Gewalttäter dürfen nicht bestimmen, wo solche Treffen stattfinden", sagte er. Er erwarte nun, dass die ermittelten Gewalttäter "sehr hart" bestraft werden.

Scholz betonte, er habe mit Bundeskanzlerin Merkel über eine Entschädigung für die Opfer der Gewalt gesprochen. Die Bundeskanzlerin sagte den Opfern finanzielle Hilfe zu. Diese Hilfe werde schnell und unbürokratisch gemeinsam mit der Stadt Hamburg vorangetrieben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, die "schlimme Gewalt", die nun sichtbar geworden sei, müsse gemeinsam bekämpft werden. Sie sei auch "ein Schlag ins Gesicht friedlicher Demonstranten". Friedliche Demonstrationen seien belebend, "sie helfen uns". Gewalt aber könne nicht geduldet werden, sagte Merkel. Wer so handele, "der stellt sich außerhalb unseres demokratischen Gemeinwesens". Kritik an der Polizei wies Merkel zurück. Der Einsatz sei sehr sorgfältig geplant gewesen. Nun gelte es, den Einsatzkräften in dieser sehr schwierigen Situation den Rücken zu stärken. "Sie leisten exzellente Arbeit", sagte sie. Sie dankte den Polizeikräften ausdrücklich auch im Namen der übrigen Gipfelteilnehmer.

Die Bundeskanzlerin verteidigte die Wahl Hamburgs als Tagungsort für den Gipfel. "Wir haben den Ort gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden und der Stadt Hamburg ausgesucht". Der Gipfel selbst könne nur in einer großen Stadt mit ausreichend Hotelkapazitäten und entsprechender Logistik stattfinden.

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